Meal Prep - Gut vorbereitet ist halb gewonnen


Meal Prep: Fail to prepare and prepare to fail

 

Meal Preparation oder das Vorbereiten von Nahrung. Was ist das eigentlich und warum macht man das? Ich selbst hatte den Begriff zunächst bei Leistungssportlern und Bodybuildern aufgeschnappt und konnte damit gar nichts anfangen.

 

Über die sozialen Netzwerke stieß ich immer wieder auf diverse

Bilder und Beiträge, sodass ich dann letztendlich doch neugierig wurde.

Das Vorbereiten von Mahlzeiten gehört wohl für viele Sportler quasi zum kleinen 1 x 1 der gesunden Ernährung. Es wird berechnet, wie viele Kalorien die Person pro Tag benötigt um ihre persönlichen Ziele zu

erreichen.

 

Mit diesem Kalorienbedarf im Hinterkopf wird dann geplant, wie viele

Mahlzeiten pro Tag (z.B. 3 vollwertige Mahlzeiten plus 2 Snacks) man einnehmen möchte, wie viele Kalorien die jeweiligen Mahlzeiten haben dürfen und welche Bestandteile darin vorkommen sollten.

 

Zunächst klang das Konzept für mich absolut uninteressant. Ich sollte mich am Sonntag, einem von zwei freien Tagen in der Woche, in die Küche stellen und stundenlang für die gesamte nächste Woche vorkochen? Undenkbar. Und außerdem ist man dadurch ja völlig unflexibel… was wenn ich mal keine Lust auf das habe, was ich vorbereitet habe? Nein. Das mache ich nicht. Damit war das Thema erst einmal abgehakt.

 

Monate später sollte das Konzept dann wieder zu mir zurück finden. Ich befand mich mit meinem Training und meiner Abnahme an einem

absoluten Stillstand und wurde von Tag zu Tag frustrierter. Ich suchte mir Rat bei einem Online Trainer, der mir gleich bei unserem ersten Austausch klar machte, wie vorteilhaft Meal Prepping grade im Bereich der Gewichtsreduktion sein könnte.

 

Punkte, die mir vorher als eindeutig negativ in Erinnerung waren,

bekamen plötzlich eine positive Wendung. Wenn ich Sonntag ein paar Stunden in der Küche stehe, so muss ich mir im Laufe der Woche aber keine Gedanken mehr machen, was ich denn bloß kochen soll und die Zeit, mich nach der Arbeit noch lange in die Küche zu stellen, könnte ich mir auch sparen. Unflexibel in der Wahl der Mahlzeiten zu sein bewirkt gleichzeitig, dass die Wahrscheinlichkeit auf Ausrutscher wie Pizza, Fast Food, etc sinkt, denn wenn ich schon etwas vorbereitet habe, dann muss das auch gegessen werden. Wäre doch schade um das schöne Essen. Das Konzept schien mir plötzlich deutlich angenehmer als zuvor.

 

Also versuchte ich mich daran. Ich gebe zu, anfangs war ich wirklich richtig, RICHTIG genervt, meine geliebten Sonntage nicht mehr

ausschließlich auf der Couch verbringen zu können, doch nach ein paar Wochen hatte sich der Ablauf etabliert. Ich konnte die Vorteile genießen und so erschienen mir auch die langen Kochsessions nur noch halb so schlimm.

 

Tatsächlich konnte ich die Zeit, die ich nach der Arbeit regulär mit Kochen verbracht hätte, nutzen, um etwas für mich selbst zu tun. Einfach mal eine halbe Stunde mit einem guten Buch auf dem Sofa sitzen oder das schöne Wetter bei einem kleinen Spaziergang ausgiebig genießen. Und auch die Waage freute sich über die neue Routine und war plötzlich wieder mein Freund.

 

Mittlerweile habe ich das Meal Preping eingestellt, weil ich für mich selbst denke, dass ich meine Ernährung und Gewohnheiten sehr gut

im Griff habe. Für diejenigen, die allerdings gerade bei der Gewichtsreduktion mit Kontinuität und Durchhaltevermögen zu kämpfen haben, ist dies sicherlich eine gute Routine, um gewisse Abläufe zu verinnerlichen und sich selbst ein Stück weit zu kontrollieren.


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