Abnehmhürde Wocheneinkauf


Der wöchentliche Einkauf: So gelingt gesundes Einkaufen

 

 

Wer kennt das nicht? Man steht im Supermarkt, ohne Einkaufszettel, mit Hunger und an der Kasse mit allem im Wagen, nur nicht dem, was man eigentlich kaufen wollte. Die Muffins waren im Angebot und während des gehetzten Rasens mit dem Einkaufswagen war da plötzlich diese unbändige Lust auf eine schöne TK Pizza. Schließlich werden meist die ungesundesten Produkte am besten platziert und vermarktet. Für jeden, der gerade versucht, seine Ernährung umzustellen oder Gewicht zu verlieren, ist das der absolute Horror.

 

 

Doch das muss nicht so sein. Meistens hilft schon ein bisschen Struktur im Alltag, um diesem Problem zu entgehen. Alles fängt damit an, dass man sich an einem beliebigen Tag vor dem Einkaufen einen Ernährungsplan für die nächste Woche macht. Ein klarer Plan gibt eindeutig vor, welche Lebensmittel gebraucht werden und welche nicht.

 

Nachdem also der Speiseplan für die nächste Woche inklusive drei Hauptmahlzeiten und einem bzw. zwei Snack pro Tag steht, geht es weiter zum nächsten Schritt: der geliebte und gehasste Einkaufszettel.

 

Mich persönlich verbindet mit diesem simplen Stück Papier tatsächlich eine intensive Hassliebe.

 

Als Büromensch widerspricht es all meinen Instinkten, mich auch nach der Arbeit noch mit organisatorischen Aufgaben zu befassen, doch letztendlich hat der Einkaufszettel mehr Vorteile als Nachteile. Ich berechne für jede Mahlzeit genau, welche Zutaten ich in welcher Menge brauche, checke dann, ob ich nicht das ein oder andere noch daheim habe, bevor alles fein säuberlich notiert wird.

 

Nachdem ich meinen ersten Zettel fertig habe, geht es dann an die Endversion. Und ja, ich schreibe erst alles wild auf, bevor später alles ordentlich und in der Reihenfolge der regale im Supermarkt aufgelistet wird. Ein hoch auf neurotische Organisationswahnsinnige.

 

 

Wenn also die Endversion des Einkaufszettels steht, fängt eigentlich die richtige Herausforderung erst an. Wirklich nur das zu kaufen, was auf der Liste steht, ist leichter gesagt als getan. Immer wieder tauchen Versuchungen in Form von Schokolade, Keksen, usw. auf, doch bei einem gut gestalteten Speiseplan sollte diese Herausforderung relativ leicht zu meistern sein. Wichtig ist, niemals hungrig einkaufen zu gehen. Mit knurrendem Magen ist die Mission bewusstes, gesundes Einkaufen schon verloren, bevor sie überhaupt begonnen hat. Also im Zweifelsfall vorher noch schnell ein Stück Obst naschen.

 

 

Beim Einkaufen selbst gilt natürlich, je frischer, desto besser, wobei es sich oftmals anbietet, frisches Obst und Gemüse mehrmals pro Woche und dafür in geringeren Mengen zu kaufen. Es gibt doch nichts ärgerlicheres, als sich auf einen Apfel zu freuen, nur um festzustellen, dass er im Laufe der Woche angefangen hat zu faulen.

 

 

Striktes Einkaufen nach Liste erfordert eine gewisse Übung, wenn man sich erst neu an dieses Konzept heran tastet. Ich habe früher ohne Zettel immer nur das in den Wagen gelegt, worauf ich gerade in diesem Moment Lust hatte oder was ‚ganz gut‘ aussah. Das war leider weder meiner Figur noch meinem Geldbeutel förderlich. Die ersten Male war es für mich richtig schwer, stur nur das zu nehmen, was auf meinem Zettel stand und nicht noch zu den Keksen, oder der TK- Pizza aus dem Angebot zu greifen, doch mit der Zeit spielte sich eine angenehme Routine ein.

 

 

Die positiven Effekte für die Haushaltskasse und meine Kleidergröße war somit schlussendlich auch Motivation genug, dieses Ritual weiter zu führen. Und ja, auch heute, nach gut 3 Jahren schreibe ich nach wie vor meine Einkaufszettel, einen Schmierzettel und eine Endversion, und fühle mich bei spontanen Einkäufen wie zum Beispiel im Urlaub beinahe verloren.

 


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